Direktverdrängerpipetten

Direktverdrängerpipetten sind unverzichtbare Präzisionsinstrumente für anspruchsvolle Laboranwendungen. Anders als konventionelle Luftpolsterpipetten ermöglichen diese Positive-Displacement-Pipetten exakte Dosierungen auch bei viskosen, flüchtigen oder schäumenden Medien – ideal für Ihre anspruchsvollen Forschungs- und Analyseaufgaben.

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  1. Gilson MICROMAN® E M1000E Direktverdrängungs-Mikropipette, Volumen 100-1000 µL Art.-Nr.: CF-0704
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  2. Gilson MICROMAN® E M100E Direktverdrängungs-Mikropipette, Volumen 10-100 µL Art.-Nr.: CF-0698
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  3. Gilson MICROMAN® E M250E Direktverdrängungs-Mikropipette, Volumen 50-250 µL Art.-Nr.: CF-0701
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  4. Gilson MICROMAN® E M50E Direktverdrängungs-Mikropipette, Volumen 20-50 µL Art.-Nr.: CF-0695
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  5. Gilson MICROMAN® E M25E Direktverdrängungs-Mikropipette, Volumen 3-25 µL Art.-Nr.: CF-0692
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  6. Gilson MICROMAN® E M10E Direktverdrängungs-Mikropipette, Volumen 1-10 µL Art.-Nr.: CF-0689
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Was sind Direktverdrängerpipetten und wie funktionieren sie?

Direktverdrängerpipetten, auch bekannt als Positive-Displacement-Pipetten oder Kolbenverdrängerpipetten, basieren auf einem speziellen Pipettensystem, bei dem der Kolben direkt mit der Flüssigkeit in Kontakt kommt. Dieser Mechanismus der Direkt-Verdrängung unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Luftpolsterpipetten und ermöglicht dadurch eine präzisere Dosierung bei problematischen Medien.

Das Funktionsprinzip ist einfach und hocheffektiv: Ein Kolben bewegt sich innerhalb eines eng anliegenden Zylinders und verdrängt die Flüssigkeit direkt, ohne dass ein Luftpolster dazwischenliegt. Diese direkte Probenaufnahme minimiert Ungenauigkeiten, die durch Temperatur, Luftdruck oder spezielle Flüssigkeitseigenschaften entstehen können. Durch die hohe Kolbendichtheit wird eine kontaminationsfreie und exakte Dosierung auch schwieriger Substanzen möglich.

Vorteile von Direktverdrängerpipetten für Ihr Labor

Die Investition in hochwertige Direktverdrängerpipetten bietet Ihrem Laborbedarf entscheidende Vorteile:

  • Höchste Präzision bei viskosen Flüssigkeiten mit hoher Zähigkeit wie Ölen, Glycerin oder Sirupen
  • Exakte Dosierung von flüchtigen Substanzen wie Alkoholen oder Lösungsmitteln
  • Minimierte Probenrückstände dank des direkten Verdrängungsprinzips
  • Gleichbleibende Genauigkeit unabhängig von Umgebungseinflüssen
  • Reduzierte Kontaminationsgefahr durch geschlossenes System
  • Verbesserte Reproduzierbarkeit von Versuchsergebnissen
  • Breiteres Anwendungsspektrum im Vergleich zu Standardpipetten

Anwendungsbereiche für Direktverdrängerpipetten

Direktverdrängerpipetten sind im modernen Liquid Handling unverzichtbar geworden, besonders in anspruchsvollen Anwendungsbereichen:

Diese Hochpräzisionspipetten eignen sich hervorragend für Anwendungen, bei denen problematische Strömungsverhalten auftreten können. In der pharmazeutischen Forschung, der klinischen Diagnostik sowie der Lebensmittel- und Umweltanalytik kommen sie regelmäßig zum Einsatz. Besonders Proben mit hoher Viskosität wie Serum, Blut, Enzyme oder PCR-Reagenzien lassen sich mit Direktverdrängerpipetten präzise handhaben.

Auch in der Qualitätskontrolle und bei standardisierten Tests, die absolute Genauigkeit erfordern, haben sich diese Spezialmedien-Pipetten bewährt. Durch ihre Fähigkeit, nahezu jede Art von Flüssigkeit unabhängig von deren physikalischen Eigenschaften exakt zu dosieren, sind sie die erste Wahl für kritische Anwendungen.

Wie wählen Sie die richtige Direktverdrängerpipette?

Bei der Auswahl der optimalen Direktverdrängerpipette sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

Zunächst ist das Volumenspektrum entscheidend. Je nach Anwendungsbereich benötigen Sie möglicherweise unterschiedliche Mikroliterpipetten für verschiedene Volumenbereiche. Besonders für hochpräzise Anwendungen empfiehlt sich die Verwendung von Mikroliterpipetten-Einkanal Modellen, die speziell für Direktverdrängung konzipiert wurden.

Ergonomie und Handhabung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, besonders bei intensiver Nutzung. Achten Sie auf eine ausgewogene Gewichtsverteilung und intuitive Bedienelemente. Für Labore, die regelmäßig mit verschiedenen Volumina arbeiten, können Pipettensets mit mehreren Direktverdrängerpipetten eine kosteneffiziente Lösung darstellen.

Die Kompatibilität mit passenden Spitzen sowie die Möglichkeit zur Kalibrierung und Wartung sollten ebenfalls in Ihre Entscheidung einfließen. Qualitativ hochwertige Direktverdrängerpipetten bieten die Möglichkeit zur regelmäßigen Überprüfung und Justierung, um dauerhaft präzise Ergebnisse zu gewährleisten.

Pflege und Wartung Ihrer Direktverdrängerpipetten

Um die Langlebigkeit und Präzision Ihrer Direktverdrängerpipetten zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich. Die besondere Konstruktion mit direktem Flüssigkeitskontakt erfordert spezifische Wartungsmaßnahmen:

Reinigen Sie die Pipetten nach jedem Gebrauch, besonders nach dem Kontakt mit korrosiven oder viskosen Substanzen. Achten Sie dabei auf die Herstellervorgaben bezüglich geeigneter Reinigungsmittel. Die regelmäßige Überprüfung der Kolbendichtheit ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Präzision.

Lassen Sie Ihre Direktverdrängerpipetten in regelmäßigen Abständen kalibrieren, um die Einhaltung der Spezifikationen zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig für Labore mit Qualitätsmanagementsystemen oder akkreditierte Einrichtungen. Dokumentieren Sie alle Wartungsarbeiten und Kalibrierungsergebnisse entsprechend Ihren Qualitätsrichtlinien.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Direktverdrängerpipetten

Wann sollte ich Direktverdrängerpipetten statt herkömmlicher Luftpolsterpipetten verwenden?

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Antwort: Direktverdrängerpipetten sollten immer dann eingesetzt werden, wenn Sie mit Flüssigkeiten arbeiten, die besondere Eigenschaften aufweisen. Dazu gehören Medien mit hoher Viskosität (wie Öle, Glycerin, DNA-Lösungen), flüchtige Substanzen (Alkohole, organische Lösungsmittel), Flüssigkeiten mit hoher Dichte oder Proben, die zum Schäumen neigen. Auch bei Anwendungen, die höchste Präzision erfordern oder wenn Kontaminationsrisiken minimiert werden müssen, sind Direktverdrängerpipetten die bessere Wahl.

 

Wie unterscheiden sich Direktverdrängerpipetten von Luftpolsterpipetten in der Handhabung?

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Antwort: Bei Direktverdrängerpipetten steht der Kolben in direktem Kontakt mit der Flüssigkeit, während bei Luftpolsterpipetten ein Luftkissen zwischen Kolben und Probe liegt. Dies führt zu Unterschieden in der Handhabung: Direktverdrängerpipetten verwenden typischerweise Einwegspitzen mit integriertem Kolben, die nach Gebrauch komplett entsorgt werden. Die Kraftübertragung ist direkter und erfordert manchmal mehr Fingerkraft. Zudem ist die Pipettiertechnik leicht anders – die Spitze sollte bei viskosen Medien länger in der Flüssigkeit verbleiben, um eine vollständige Füllung zu gewährleisten.

 

Wie kann ich die Präzision meiner Direktverdrängerpipetten überprüfen?

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Antwort: Die Präzision Ihrer Direktverdrängerpipetten können Sie durch gravimetrische Tests überprüfen. Pipettieren Sie destilliertes Wasser auf eine Präzisionswaage und berechnen Sie das tatsächlich abgegebene Volumen anhand des Gewichts und der Dichte des Wassers bei der aktuellen Temperatur. Führen Sie mehrere Wiederholungen durch, um Richtigkeit (Abweichung vom Sollwert) und Präzision (Streuung der Werte) zu ermitteln. Für akkreditierte Labore empfehlen wir, regelmäßige Kalibrierungen durch zertifizierte Dienstleister durchführen zu lassen. Beachten Sie dabei die besonderen Anforderungen für Direktverdrängerpipetten, da diese oft andere Kalibrierungsprozeduren als Luftpolsterpipetten erfordern.

 

Können Direktverdrängerpipetten auch für wässrige Lösungen verwendet werden?

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Antwort: Ja, Direktverdrängerpipetten können problemlos für wässrige Lösungen eingesetzt werden und liefern dabei exzellente Ergebnisse. Obwohl sie speziell für problematische Flüssigkeiten entwickelt wurden, bieten sie auch bei Standardmedien höchste Präzision. Allerdings sind die Verbrauchskosten durch die speziellen Spitzen-Kolben-Einheiten höher als bei Luftpolsterpipetten. Daher werden sie in der Praxis meist gezielt für anspruchsvolle Anwendungen eingesetzt, während für Routinearbeiten mit wässrigen Lösungen oft konventionelle Luftpolsterpipetten verwendet werden. In Umgebungen mit höchsten Präzisionsanforderungen oder bei wechselnden Probentypen kann der Einsatz von Direktverdrängerpipetten für alle Anwendungen jedoch durchaus sinnvoll sein.

 

Welche Wartung benötigen Direktverdrängerpipetten?

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Antwort: Direktverdrängerpipetten erfordern weniger intensive Routinewartung als Luftpolsterpipetten, da der Flüssigkeitskontakt hauptsächlich auf die Einwegspitzen mit integriertem Kolben beschränkt ist. Dennoch sollten Sie folgende Wartungsmaßnahmen durchführen: Reinigen Sie die Pipette äußerlich regelmäßig mit geeigneten Desinfektionsmitteln, überprüfen Sie den Pipettierkolben auf leichtgängige Bewegung, kontrollieren Sie regelmäßig die Dichtungen im Pipettenkopf und prüfen Sie die korrekte Funktion der Volumeneinsteller. Bei intensivem Einsatz empfehlen wir eine jährliche Wartung durch den Hersteller oder einen autorisierten Service. Achten Sie außerdem auf eine regelmäßige Kalibrierung, um die Messgenauigkeit sicherzustellen.